Konzept · Stand 2. September 2026

Cocktail App

Arbeitstitel — der Name steht noch nicht fest

Das Nachschlagewerk hinter der Bar. Und die Bühne für eigene Drinks.

Das Problem

Rezepte leben in Köpfen, Notizbüchern und laminierten Karten. Neue Kolleginnen fragen die Person daneben. Der zweite Standort mixt anders. Und wenn der Gast wissen will, was roter Wermut ist, wird improvisiert.

Gleichzeitig steht die Branche in beiden Zielmärkten unter Druck. In Deutschland war 2025 das sechste Verlustjahr in Folge: real 14,8 % unter dem Vor‑Corona‑Jahr 2019. In Österreich meldete die Gastronomie 2025 709 Insolvenzen, der dritthöchste Wert aller Branchen. Was nur nett ist, wird in dieser Lage nicht gekauft. Es muss messbar Zeit oder Geld sparen.

Quellen: DEHOGA Bundesverband, Zahlenspiegel IV/2025 · AKV Jahresstatistik 2025.

Die Lösung

Die Cocktail App ist die zentrale Rezeptdatenbank für Betriebe. Die Barkarte wird einmal angelegt, auf die eigenen Produkte angepasst und an alle Standorte verteilt. Das Team schlägt nach, statt zu fragen, und kann jede Zutat und jeden Preis sofort nennen.

Für wen

Warum ein Betrieb dafür zahlt

Konstante Qualitätein Rezept für alle Standorte
Preis eines Tauschsmacht Beratung zu Umsatz
Nachschlagen statt fragenkürzt die Einarbeitung
Prebatch‑Rechnerspart Servicezeit
Superjuice‑Rechnersenkt Zitruskosten

Das MVP

Was in der ersten Version steckt

Die erste Version ist reine Betriebssoftware. Eine öffentliche Verbraucher‑App gehört nicht dazu.

Betriebsseite

  • Barkarte aus Klassikern und Signature Drinks zusammenstellen
  • Eigene Signature Drinks anlegen
  • Klassiker auf die eigenen Produkte anpassen
  • Standorte anlegen und Drinks zuweisen
  • Einkaufspreise je Produkt, per Import oder Schnittstelle
  • Nutzerverwaltung: Mitarbeitende, Rollen und Standortzugriff

Bar-Ansicht

  • Suche über die Klassiker
  • Alternativvorschläge für die Gästeberatung
  • Spirituose tauschen und den Preis nennen
  • Zutatenregister mit Erklärung für den Gast
  • Beratungs‑Chatbot
  • Prebatch‑ und Superjuice‑Rechner (nur für ausgewählte Nutzer)

Nicht im MVP: Rezeptscan per OCR, Erklärvideos, öffentliche Verbraucher‑App, die Bewertungsstrecke der Signature Drinks.

Geschäftsmodell

Betriebs-Abo

Grundpreis je Standort, gestaffelt nach Mitarbeitenden. Zielband 29 bis 79 € je Standort und Monat. Vergleichbare DACH‑Betriebssoftware liegt bei 50 bis 160 €. Das ist das Geschäft.

Marken

Marktdaten: wie viele Bars führen welches Produkt, welche Karten führen welche Drinks. Dazu gesponserte Einträge. Nur aggregiert und nur mit Zustimmung der Betriebe.

Kostenlose Version

Für alle Nutzer, mit Klassikern, Zutatenregister und Suche. Keine Erlösquelle, sondern Reichweite, Inhalte und der Weg vom Barkeeper zum zahlenden Betrieb.

Berufsschulen und Verbände kaufen Plätze im Block. Ein Vertriebsweg mit kleiner Rechnung, keine tragende Säule.

Zielmarkt

BetriebeÖsterreichDeutschlandSchweizSumme
Bars, Tanzlokale, Clubs 2.558~10.200~1.600*~14.400
Gastronomiebetriebe gesamt 38.821146.25223.300~208.000

Reine Bars tragen das Geschäft nicht. Der Zielmarkt liegt zwischen den beiden Zeilen, bei den Betrieben mit Barbetrieb: Hotelbars, Restaurants mit Bar, Clubs. Eine saubere Zahl dafür gibt es in keiner Statistik. Start in Österreich und Deutschland, die Schweiz als dritter Markt.

Was Durchdringung bedeutet

DurchdringungBetriebeJahresumsatz
1 % der Bars14486.000 €
5 % der Bars720432.000 €
1 % aller Gastronomiebetriebe2.0801,25 Mio. €
5 % aller Gastronomiebetriebe10.4006,2 Mio. €

Gerechnet mit 50 € je Standort und Monat, der Mitte des Zielbands, also 600 € im Jahr. Die Rechnung zeigt das Kernproblem der Positionierung: Selbst jede zwanzigste Bar im DACH‑Raum ergibt keine halbe Million. Erst der Schritt zu den Betrieben mit Barbetrieb macht daraus ein Geschäft.

Quellen: WKO Branchendaten Gastronomie 2025 (Stand 31.12.2024) · Destatis · Listflix · BFS (CH, 2022). Die Abgrenzung „Bar“ ist in allen drei Ländern unscharf; die WKO weist selbst darauf hin, dass die Zuordnung je Bundesland variiert. * Für die Schweiz veröffentlicht weder das BFS noch GastroSuisse eine frei zugängliche Zahl; der Wert ist aus dem österreichischen und deutschen Verhältnis hochgerechnet.

Was später kommt

Signature Drinks mit Wettbewerb

Das nächste große Thema nach dem MVP. Barkeeper sind wettbewerbsaffin, und kaum jemand gibt ihnen strukturiertes Feedback auf eigene Kreationen. Genau das ist der Wert: Die Rückmeldung geht in jedem Fall an die einreichende Person, auch bei einer Absage. Es braucht dafür eine Basis teilnehmender Bars.

  1. 1Drink anlegen
  2. 2Einreichen
  3. 3KI‑Vorprüfung
  4. 4An andere Bars
  5. 5Nachmixen, bewerten
  6. 6Öffentliche Liste

Bewertet wird nach festem Schema: Balance, Originalität, Umsetzbarkeit, Präsentation, Gästetauglichkeit. Die Einreichung trägt Name und Bar — die Person steht im Vordergrund.

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